Oberarzt Dr. Ioannis Stavrou

Facharzt für Neurochirurgie in Wien

Meningeome, Metastasen, Gliome und Glioblastome

Ein primärer Hirntumor (Gehirntumor) ist eine Geschwulst im Schädel, die sich aus Gewebe des Gehirns oder den Zellen der angrenzenden Hirnhäute entwickelt hat. Hirntumore können gut- oder bösartig sein.

Gliome

Ein Gliom entsteht meistens aus dem Stütz- und Nährgewebe für Nervenzellen, der Glia. Astrozytome nehmen ihren Ursprung aus den sogenannten Astrozyten, eine Unterart der Glia, und sind die häufigsten Gliome. Seltener als diese sind Oligodendrozytome - Tumore bestehend aus den sogenannten Oligodendrozyten, eine andere Unterart der Glia. Viele Gliome bestehen aus einem Gemisch von Astrozyten und Oligodendrozyten.

Das Glioblastom entspricht der aggressivsten Form der Gliomen.

Meningeome

Das Meningeom ist im Allgemeinen ein langsam wachsender, gutartiger Tumor, der von den Hirnhäuten des Zentralen Nervensystems (ZNS) ausgeht. Meningeome zählen zu den häufigsten Tumoren im Gehirn, sie treten meist im sechsten Lebensjahrzehnt auf, bei Frauen etwa doppelt so häufig wie bei Männern.

Metastasen

Hirntumore, die von einem Ursprungstumor aus einem Organ stammen, zählen nicht zu den primären Hirntumoren – in diesem Fall spricht man von Hirnmetastasen. Sie bilden sich, wenn Krebszellen aus einer anderen Körperregion ins Gehirn „streuen“. Dies kann zum Beispiel bei Brust- oder Lungenkrebs der Fall sein

Wie machen sich Hirntumore bemerkbar?

Verschiedene Hirntumore können durch unterschiedliche Symptome auffällig werden. Durch Druck oder Infiltration bestimmter Hirnareale kann es zu Krampfanfällen, Lähmungen an Arm und/oder Bein, Sprachstörungen, Störungen des Sehens u. ä. kommen. Erreichen Hirntumore eine bestimmte Größe, entwickeln sich Hirndruckzeichen in Form von Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, später auch zunehmende Bewußtseinsstörungen.

Ein Gehirntumor kann sich nicht beliebig weit ausdehnen, denn der knöcherne Schädel setzt der Ausdehnung enge Grenzen. Wächst der Hirntumor sehr rasch - z.B. bei Hirnmetastasen, treten erste Anzeichen schon frühzeitig auf. Bei einem langsam wachsenden Hirntumor kann es dagegen lange dauern, bis der Patient Beschwerden bemerkt.

Dr. Ioannis Stavrou

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